Straßburg: Wo die Kultur aufblüht

Einst Fürstenresidenz und Bischofssitz, heute kulturelles Zentrum: Auf Schloss Straßburg ist die Geschichte des Gurktals ebenso zuhause, wie es bekannten als auch aufstrebenden Künstlerinnen und Künstlern ein Platz des Ausdrucks sein möchte. Für anspruchsvolle Kultur, zugänglich für alle.

Die Geschichte der Straßburg ist eng mit den Wurzeln der Gründung des Bistums Gurk verwoben. Der Gurker Bischof Roman I. (1131 – 1167) ließ die Burg erbauen, welche seitdem bis in das 18. Jahrhundert als Residenz der Gurker Bischöfe und zur Überwachung der Straße diente. Es folgten ruhmreiche und weniger ruhmreiche Zeiten: Belagerungen, Glaubensspaltung einerseits, Kultur und Hochblüte andererseits. Ein Erdbeben im Jahr 1767 beschädigte die Burgfeste so schwer, dass die Mauern als Bischofsresidenz ausgedient hatten, und Pöckstein zum neuen Residenzschloss auserkoren wurde. Straßburg wurde zur Heimat von Alumnat und Schule. Ein knappes Jahrhundert später, 1856, führte ein Blitzschlag zu einem Großbrand, das hölzerne Dachgebälk der Burg wurde zerstört.

Es folgten Jahre des Verfalls, einzelne Teile stürzten ein, der Erste Weltkrieg zog ins Land, kleinräumige Restaurierungen bewahrten das Schloss lediglich vor dem weiteren Verfall, die Seele des Hauses geriet zunehmend in Vergessenheit. Bischof Dr. Josef Köstner (1945 – 1981) war es, der nach dem Zweiten Weltkrieg große Anstrengungen unternahm, dem historischen Juwel wieder neues Leben einzuhauchen und sein Nachfolger, Bischof Dr. Egon Kapellari (1982 – 2001) tat es ihm gleich. Heute ist das Schloss großteils wiederhergestellt.

Anspruchsvolle, leistbare Kultur

Auf Engagement von Bischof Dr. Egon Kapellari konnte 1988 eine große Ausstellung zu Ehren der Heiligen Hemma realisiert werden. 1994 fanden sich durch das engagierte Bemühen des Bischofs bereits einige engagierte, kulturinteressierte Personen zusammen, um erste, kleinere Veranstaltungen in den geschichtsträchtigen Räumlichkeiten zu realisieren. Deren Idealismus ist bis heute ungebrochen und wohl ein Aushängeschild des daraus gegründeten Kulturrings Schloss Straßburg. Die heutige Obfrau, Rolanda Honsig-Erlenburg, war und ist von dieser fixen Idee, „anspruchsvolle Kultur leistbar allen Menschen zugänglich zu machen“, seit Anbeginn fasziniert. „Wir haben mehrere, kulturelle Ausdrucksformen, Genres, die wir bespielen.“ Theater, Bildende Kunst, Musik, Musicals aber auch Familienfeste: Es gibt von allem etwas, aber von nichts zuviel. Das einhellige Credo: Bespielen und den Menschen Freude an der Kultur vermitteln, abseits des Mainstreams. „Qualität, Niveau und Vielfalt sind uns sehr wichtig. Wolfgang Stracke, Giselbert Hoke, Maria Lassnig, Manfred Bockelmann, alle feierten hier schon einprägende Vernissagen.“ Das Augenmerk liegt zum einem auf bekannten Persönlichkeiten im regionalen Umkreis von 300 Kilometer, zum anderen will man jungen, aufstrebenden Nachwuchskünstlerinnen und Nachwuchskünstlern die Möglichkeit geben, sich in diesen Räumlichkeiten zu präsentieren.

Ohne Kunst kein Leben

Rolanda Honsig-Erlenburg begleitet seit jeher ein ausgeprägtes Kunstinteresse. Als sie vor vielen Jahren der Liebe wegen ihren Lebensmittelpunkt von Innsbruck nach Straßburg verlegte, war sie von der Idee des Vereins begeistert: „Kultur für jene zugänglich zu machen in einer Region, die im Vergleich zu den großen kulturellen Hot-Spots nicht so viele Angebote hat, halte ich für enorm wichtig. Diese darf gerne herausfordernd sein. Es ist wichtig, Kunst dem Betrachter zuzumuten. Manche Dinge sollen bewusst Widersprüche auslösen, das ist ein wesentlicher Bestandteil der Kunst. Das wir anspruchsvolle Programme an diesem besonderen Ort zeigen können, finde ich grandios.“

Kulturring Schloss Straßburg

Obfrau
Rolanda Honsig-Erlenburg

Obfraustv.
Werner Simon

Öffentlichkeitsarbeit und Schriftführer
Harald Klogger

Schriftführerstv.
Gabi Wotke

Kassier
DI Markus Honsig-Erlenburg

Kassierstv.
Peter Podlucky

Rechnungsprüferin
Brigitte Grün

Rechnungsprüfer
Ing. Andreas Wotke

Technik/Logistik
Jakob Truppe

Adresse
Schloßweg 6
9341 Straßburg

T +43 676 6978517
E kulturring-strassburg@gmx.at